1. GMS Jux- Workingtest

~ 30. Oktober 2005 ~
Allerheiligen bei Wildon, Stmk.

Dieser Bericht wurde ursprünglich von mir für die RML verfasst.

Am Wochenende hat Nando's Züchterin, Heidi Krenkl "Golden Mountain Spring's"
für Dummy-interessierte-Welpenkäufer und Freunde einen Jux-Workingtest
veranstaltet. In den Klassen "Welpen, Anfänger, Fortgeschrittene" wurde uns
der Einstieg in die Dummy-Arbeit ermöglicht, ohne gleich den mittlerweile
recht hohen Anforderungen der Einstiegsklasse gerecht werden zu müssen und
hier vielleicht gleich kläglich zu versagen und das Handtuch zu werfen! 30
Hunde - vom Senior bis zu den 5 Monate alten Welpen waren gekommen. Die 4
Aufgaben waren wunderbar gestaltet, nämlich so, dass die Welpen die
einfachste Aufgabe machten, und sie in jeder Klasse einen Tick schwieriger
wurden.

Dagmar Löber und Klaus Thurner waren als Richter geladen. Der Ablauf war wie
bei einem richtigen WT - vom Startnummern holen bis zur Siegerehrung wurde
uns ein Workingtesttag ermöglicht, bei dem jedoch Tipps, Tricks und Hilfen
der Richter auch inkludiert waren. Durch die Aufgaben bekommt man wieder
Anregungen für das eigene Training, natürlich kann man nicht alle Übungen
machen, denn Helfer hat man ja nicht immer, aber neue Ideen bekommt man
trotzdem immer... Auch für ein Mittagsessen war gesorgt.

Familie Gaugl hat einen ganz besonderen Hund mitgebracht!

   

GMS Hunting Jack und Hunting Fame entspannen in der "Ruhe vor dem Sturm"

GMS Hard Worker gönnt sich eine Massage

   

Begrüßung durch Heidi Krenkl und Richtervorstellung

Helfer sowie GMS Hernando, Hunting Fame, Hard Worker & Hunting Jack warten darauf, dass es losgeht!

Hier die Aufgaben:

Aufgabe 1 (Klaus Thurner)

Welpen:
Hunde und Hundeführer stehen am Waldrand. Eine Markierung fällt in den Wald,
nur gut 10 Meter weg, es geht den Abhang leicht hinauf, der Hund muss
außerdem ein kleines Bächlein (vl. 40 cm breit und absolut flach)
überwinden.

Anfänger:
Wir sind immer noch am Waldrand, nur gut 10 Meter weiter den Waldrand
entlang, wo ein Feldweg in den Wald führt und in die andere Richtung einen
leichten Abhang hinauf führt. Im Wald ist der Weg jedoch bewachsen mit einen
niedrigen Bodengewächs. Hundeführer und Hund starten zusammen mit dem
Richter, gehen ein paar Schritte unangeleintes Fuß, dann wird der Hund
abgesetzt und mit Geräusch fällt ein Dummy auf den Weg, aber in den
niedrigen Bewuchs (Fallstelle ist nicht sichtbar), vielleicht 20 Meter
entfehrnt. Der Hund holt das Dummy nach Richterfreigabe, wir übergeben es
dem Richter, wenden um 180°, gehen wieder ein paar Schritte, absetzen, und
mit Schuss fällt ein Dummy, allerdings mehr oder minder nur vor die Füße des
Helfers, es hat also nur eine sehr kurze Flugbahn. Der Fürher darf selber
entscheiden wann er den Hund schickt.

Das war das erste Mal, dass Nando mit Schuss markiert hat. Er hat wohl beim
Zuschauen auf WT's schonmal Schüss gehört, aber apportiert hat er danach
noch nie. Er hat die Aufgabe aber gemacht als wäre nicht geschossen worden
(mal abgesehen davon, das er natürlich aufmerksam geworden ist als es
geknallt hat)

Fortgeschrittene:
Der selbe Aufbau wie bei den Anfängern, nur, dass das 2. Dummy (das
beschossene) ein Blind war.

   

GMS Just Jazz
sieht aufmerksam zu...
GMS Just Jazz & GMS Infinite Jest warten auf's Arbeiten...

GMS Hunting Fame übergibt Führerin Lisa Gaugl das Dummy

   

GMS Hunting Jack übergibt das erste Dummy und holt sogleich das zweite (beschossene) Dummy

   

GMS Hernando bringt das erste Dummy und geht dann brav Fuß zum nächsten Apport.

GMS Flying June, Vienna's Golden Dreams Aureo Savio, GMS Eternal Summer & GMS Flying Grace warten auf's Arbeiten

Aufgabe 2 (Klaus Thurner)

Wir haben ein Suchengebiet, ca. 7x6 Meter. Es ist Grasbewuchs, so niedrig,
dass man gut durchgehen kann, aber so hoch, dass man die versteckten Dummies
nicht sehen kann, erst wenn man durch Zufall nahe dran steht. Begrenzt wird
das Suchengebiet durch ein Maisfeld und einen Schutthaufen aus Holz und
alten Ästen und Baumstämmen.

Hier konnte man besonders gut die Abstufung der Aufgaben erkennen.

Bei den Welpen gingen die Hundeführer mit den unangeleinten Hunden das
Suchengebiet schlangenförmig ab, der Hund sollte möglichst mitgehen, zum
Suchen animiert werden und wenn er etwas gefunden hatte, es apportieren. 5
Dummies + Spielzeug waren versteckt, der Hund musste sie auch alle finden.

Bei den Anfängern durfte zwar der Hundeführer mit ins Suchengebiet gehen,
jedoch den Hund nur zum Suchen animieren, der Hund sollte bereits
selbstständig arbeiten. 5 Dummies waren ausgelegt, 3 musste der Hund
bringen.

Hier hat Nando besonders gepunktet. Da er der letzte Hund in seiner
Klasse war, fragte mich der Richter, nachdem er drei Dummies recht schnell
gefunden hatte, ob ich noch weiter machen wollte. Also suchten wir noch das
vierte Dummy, das fünfte fanden wir leider nicht - wir brachen im
einvernehmen die Übung ab um den Hund nicht zu frustrieren und legten noch
schnell ein Dummy aus, dass er finden konnte, damit die Übung einen
positiven Abschluss hatte.

Die Fortgeschrittenen hatten 5 Dummies versteckt und mussten 3 Dummies
bringen, der Hundeführer durfte zwar auf der Grundlinie des Suchengebiets
auf und Abgehen, der Hund musste aber alleine Suchen und im Suchengebiet
bleiben.

   

GMS Infinte Flow bringt ein gefundenes Dummy.
GMS Hunting Jack & Führerin Gabi Dangl suchen eifrig...

   

Wer suchet, der findet...
(GMS Hernando)

GMS Hernando wartet auf weitere Anweisungen

    

Gefunden!! (GMS Amber Joy)
Klaus Thurner erklärt Eva Tatzber die Aufgabe

Aufgabe 3 (Dagmar Löbl)

Ein Weiher mit relativ steilem Eingang, in der Mitte ist eine kleine Insel.

Für die Welpen wurde am Uferrand eine Markierung geworfen, vielleicht so 15
Meter weg.

Die Anfänger durften sich aussuchen, ob der Hund eine Markierung vom
Uferrand holen sollte, oder aber eine aus dem Wasser, die beiden Helfer die
warfen, standen am Uferrand und blieben aber auch dort (nachdem man Land
oder Wasser gewählt hatte warf aber nur einer der beiden). Die
Landmarkierung fiel in etwas höheres Gras, ca 25 Meter weit weg, sodass man
gut sehen konnte wie genau der Hund markierte oder nicht. Die
Wassermarkierung flog sichtig ins Wasser.

Während Nando's Übung kam grade ein anderer Spaziergänger mit Hund vorbei.
Er hat sich jedoch nicht wirklich stören lassen.

Bei den Fortgeschrittenen gab es eine Doppelmarkierung, eine ins Wasser,
eine am Land, ca 40 Meter weit weg, die Helfer blieben stehen. Der Führer
durfte vorher entscheiden welche Markierung zuerst gearbeitet werden soll,
die Wassermarkierung fiel so, dass sie etwas hinter der Insel lag, das
schwimmende Dummy für den Hund also nicht mehr sichtbar war. Auch das
Landdummy lag im hohen Gras.

   

GMS Hunting Jack wartet markiert ganz genau...
GMS Flying Grace beim Wasserapport

GMS Hernando wartet drauf dran zu kommen...

Aufgabe 4 (Dagmar Löber)

Ein Feldweg. Links ist ein Maisfeld, rechts beginnt ein Wald. Ein kleines
Stück den Weg runter liegt quer ein Ast.

Bei den Welpen gingen die Hundeführer mit den Welpen den Weg hinunter
(angeleint), legten vor dem Baumstamm ein Dummy aus, gingen wieder ein Stück
weg und schickten den Hund zum Apport.

Die Anfänger mussten den Hund absetzen, sich vom Helfer ein Dummy holen, bis
zum Ast gehen, das Dummy ablegen, und zurück zum Hund, und ihn dann zum
Apport schicken.

Nando ist mir hier eingesprungen, da er sich dieses eine Mal nicht hingelegt
hatte (was er bei solchen Übungen sonst oft macht und ich es deswegen
eigentlich nicht machen) und ich ein Geräusch gemacht habe beim Dummy
ablegen, was ich sonst oft tue, aber gestern nicht nötig gewesen wäre, da er
ohnedies auf mich fixiert war. Ich konnte ihn jedoch auf halben Weg bremsen,
legte das Dummy ab, nahm ihn unangeleint mit Fuß zurück zum Ausgangspunkt ,
er musste nochmal absitzen und ich ging ein Stück weg, dann durfte er
endlich zum Dummy.

Bei den Fortgeschrittenen war es das gleiche Spiel, das ausgelegte Dummy lag
jedoch knapp hinter dem Ast.

GMS Hunting Jack

Trotz des starken Nebels und der klirrenden Kälte war es ein wunderschöner
Tag, der nach Wiederholung geradezu schreit :-) Belohnt wurden Nando und ich
mit einem 2. Platz in der Anfängerklasse und dem Judges Choice, was mich
besonders gefreut hat.

Vielen Dank an Lisa Tatzber und Thomas Dangl für die Fotos!!