~ Workingtest Kefermarkt, 16. Juni 2006 ~

Am 16. Juni war es soweit - Nando und ich starteten auf unserem ersten Workingtest. Leider konnten wir aufgrund einer Nullrunde bei unserer letzten Übung nicht bestehen, dennoch bin ich mit unserer Leistung sehr zufrieden. Nando muss ja aufgrund der bestandenen Dummy A in die Klasse L, für die er mit 15 Monaten eigentlich noch recht jung war. Außerdem beruhte Nando's "Mißerfolg" auf einem Fehler meinerseits, ich habe mich vor dem Workingtest zu viel auf "Vorans" und zu wenig auf Marks konzentriert - ich weiß wo es hakte und kann an dem Fehler arbeiten. Auf dem Workingtest konnten wir wieder neue Erfahrungen sammeln und Anregungen für unser Training bekommen. Dennoch bin ich motiviert für unseren nächsten Antritt, "win some, loose some" hat mir eine englische Züchterin einmal gesagt...

~ Aufgabenbeschreibung der Klasse L ~

Station 1: Renate Berger, A
Das Team steht auf einer Wiese in einem Obstgarten. Etwa 5-6 m vor dem Team ist die Wiese gemäht, dann ist sie hoch, es geht leicht bergauf. In etwa 12-20 Meter Entfehrnung steht ein junger Baum, in seinem Umkreis von 4 Meter vier Dummies. Links hinter dem Baum, ein Stückchen weg, steht der Schütze.
Es fiel ein Schuss und nach Richteraufforderung durfte der Hund geschickt werden und musste ein Dummy bringen, egal welches. Dann musste man den Hund noch einmal schicken und er musste ein zweites holen (das zweite ohne Schuss). Ich bin schon sehr gespannt auf meine Punkte.

Nando hat sehr gut gearbeitet, als er in etwa bei den Dummies war kurz der Suchenpfiff, Nase am Boden und gesucht... ich hab' mich total gefreut, denn das er nicht "voran" gehen würde war meine größte Sorge. In meinem Gefühl war dies auch die schwerste Übung des Workingtests, auch wenn natürlich immer jede ihre Tücken hat.
Nando erreichte 20 v. 20 Punkten.

Station 2: Anne Crookes, GB
Ein Dreier Walk up in einer ziemlich hohen Wiese. Schütze und Werfer gingen Voraus, das Dummy fiel in etwa 20-30 Metern Entfehrnung. Der Hang war leicht abschüssig und auch gebogen, das Dummy fiel zwar hoch, aber war doch nicht ganz einfach. Die Line wurde in der Reihe der Startnummern gearbeitet, nach Richteraufforderung durfte jeder Hund ein Dummy holen. Arbeiten mit Leine wäre erlaubt gewesen, aber dann von 10 Punkten abwärts.

Nando hat das Mark leider erst weit überrannt, kam aber dann wieder zurück und hat es gefunden - dank seiner Nase. Leider hat er es am Rückweg zweimal fallen lassen, es war so heiß - wir waren vorher 20 Minuten mindestens in der Sonne gestanden, da jeweils die nächsten drei Starter und einige Helfer der Line folgten. Zudem ist genau bei unserer Gruppe die Pistole nicht gegangen, und das Klatschen hat Nando kaum gemerkt (und ich auch nicht). Das hat die Übung natürlich erschwert, sie war aber absolut machbar...
Nando erreichte 12 v. 20 Punkten.

Station 3: John Greeves, GB
Im Wald, sehr steil einen Hang hinauf, der mit Steinen,Ästen und Bewuchs gepflastert war, fiel ein Dummy mit Schuss. Nach Richteraufforderung durfte geschickt werden.

Nando hat gut markiert und das Gelände ohne Probleme angenommen. Leider hat er das Dummy beim zurückkommen fallen lassen und schnupperte, das kenne ich von ihm sonst gar nicht. Ich musste ihn 3 Mal auffordern mir das Dummy zu bringen, was er dann auch machte. Später habe ich erfahren, dass eine Hündin dort Lackerl und Hauferl hingemacht hat. Das ist natürlich in Wirklichkeit kein Grund, aber er dürfte beim runterkommen auch genau mit der Nase reingekommen sein. Tja, etwas ärgerlich. Aber eine Null war's nicht, "Not Quite" wie der Richter sagte auf meine Anfrage sagte...
Nando erreichte 8 v. 20 Punkten

Station 4: Steve Crookes, GB
Im Wald fließt ein ganz kleines Bächlein, dass an einer Stelle durch einen Damm leicht aufgestaut wird. Dort ist das Wasser ein bisschen tiefer, aber nicht wirklich. Die Ufer sind stark ansteigend. Das Team stand auf der einen Seite, auf der anderen Seite fiel in dichten Bodenbewuchs nach Schuss ein Dummy, die Distanz waren vielleicht 20 Meter so gesamt.

Nando hat nicht markiert, bzw. sich nicht gemerkt wo das Dummy lag. Schade, er hätte noch gesucht, aber nach und nach wurde er frustrierter und Handeln ließ er sich nicht, und in die Nase bekommen hat er es auch nicht. Ich habe die Aufgabe dann abgebrochen, denn Nando hatte genug. Steve schien beeindruckt und sagte mir auch, dass es gut ist im Sinne des Hundes zu handeln, das sehe er viel zu selten! Es tat mir zwar leid, denn trotz der Patzer bei den anderen Übungen hätten wir bestanden, aber es war zu viel. Vielleicht hätte er es gleich gefunden, vielleicht nicht. Jedenfalls war er schon fix und foxi. Ich hab' ihm dann sofort nachher ein Happy Dummy geworfen, damit wir nicht den schlechten Abschluss haben.
Nando erreichte 0 v. 20 Punkten. "Nullrunde"