~ Workingtest Kefermarkt, 28. Juli 2007 ~

"Knapp daneben ist auch dabei" - hieß es für uns leider wieder einmal...
Unsere Reihenfolge: 3 - 4 - 5 - 1 - 2

~ Aufgabenbeschreibung der Klasse L ~

Zu den Aufgaben: Es gab 4 Stationen, viermal je ein Mark & ein Blind. Wer nicht ein bisschen Handeln konnte, war heute arm...

Station 1: Wolfgang Harrer (A)
Das Team steht auf einem staubtrockenen Ackerfeld, es ist hügelig. Man geht einige Schritte im Walk up, dabei fällt ein erster Schuss neben dem Gespann, Richtung Feldrand, wo dichtes gestrüppt steht. Dort sind 2 Stellen mit Bändchen makriert, dazwischen liegt ein Blind. Wir gehen ein Stück weiter und ein weiterer Schuss fällt geradeaus. 60-70 Meter voraus fällt noch ein Mark. Zuerst wurde das Mark gearbeitet, wobei der Hund (je nach Fallstelle) ein wenig in einer Mulde verschwand. Dann drehte sich das Gespann zum Blind um, auf das man selbstständig schicken durfte.

Das Mark hat Nando gut gemacht, beim Blind war er total erledigt, und ich hatte ihn noch falsch ausgerichtet. Aber er hat es gefunden...!
Nando erreichte 5 von 20 Punkten

   

Station 2: Ronnie Gent (GB)
Ebenfalls auf dem Ackerfeld (in Hör- und Sichtweite von Station 1, aber das störte die wenigsten Hunde). Das Ackerfeld macht hier einen leichten Linksbogen, im Anschluss ist das Gelände abschüssig und mit Gras und kleinen Sträuchern zugewachsen. Es fällt ein Mark geradeaus (von rechts nach links geworfen) auf das Feld mit Schuss, dass ein leichter Hügel ist, so war die Fallstelle (bei uns zumindest) nicht sichtbar. Distanz etwa 30 Meter. Dann fällt noch ein Schuss, sobald das Mark liegt. Das Blind liegt am Feldrand, im Bogen, zwischen Helfer und Mark. Die Gefahr hierbei war, dass wenn der Hund rechts am Mark vorbei lief, dass er Wind vom Blind bekommen würde... (ist auch 1-2 Hunden passiert). Distanz zum Blind war auch etwa 30-40 Meter, man ist nachdem das Mark gebracht war, noch ein kleines Stückchen Richtung Blind gegangen.

Auch Nando überlief das Mark und ich konnte ihn gerade noch rechtzeitig abbremsen. Beim nächsten Mal voran schicken schaute er kurz bei den Helfern vorbei (ich sah ihn schon fast ein Dummy aus der Tasche stehlen), konnte ihn aber zum Glück mit "Voran" nochmal hinauspushen und musste ihn dann auf das Blind handeln, er hat es aber gefunden.
Nando erreichte 13 von 20 Punkten

Station 3: Athanasios Keller (A)
Im Wald, das Gespann steht auf einem ganz schmalen Weg, hinter dem Gespann fällt das Gelande stark ab, vor dem Gespann steigt es steil an. Etwa 40-50 Meter Vorraus steht ein Helfer, er wirft ein Dummy nach Links, unseres landetete genau hinter einem dicken Baum. Nach rechts versetzt steht auf etwa der Hälfte der Distanz auch ein Helfer, das Dummy liegt nur knapp neben ihm bei einem Strauch, der mit einem Band markiert ist. Distanz zum Dummy vielleicht 20 Meter, eher etwas weniger, Winkel etwa 60°. Erst fällt mit Schuss das Mark vorraus, dann fällt der zweite Schuss, das Mark soll zuerst geholt werden.

Die Übung an sich hat Nando gut gemacht, Dummy gut gefunden, und auch die Richtung des Blinds angemommen. Erst hat er es etwas überlaufen und ich muss ihn einweisen, aber er fand es, dennoch leider: Das Gelände war wirklich steil und Nando war so warm, sodass Nando das Dummy nicht fest angepackt hat (trotz Zerrspielen von "Welpenpfoten" an!). Es fiel und kullerte einige Meter - TOLL - dachte Nando, es lebt! - und machte einen Satz hinterher, wobei sich das Dummy in das trockene Bodenlaub eingrub. Er grub mit der Pfote danach und wollte erst nicht kommen, kam dann aber doch - das Dummy plumpste aber nochmal raus, er brachte es aber. Leider lies er auch das zweite Dummy fallen, beim wiederaufheben schlüpfte er sogar mit einer Kralle in das Dummyband und humpelte 2 Meter auf mich zu, bis er wieder rausschlpüfte... Nur da war es leider vorbei.
Nando erhielt 0 von 20 Punkten

Station 4: Bob Stobbart (GB)
Der Weg ist jetzt wieder etwas breiter. Etwa 20 Meter vorraus stehen 2 Helfer, ein Dummy fällt den Stückchen nach rechts den Hang hinunter, ohne Schuss, nur mit Handeklatschen und einen "Quaker"). In etwa auf der Höhe der Helfer ist außerdem ein Blind genau am Wegrand im Gestrüpp. Das Blind wurde gar nicht markiert. Zuerst sollte das Mark geholt werden.

Die war unsere erste Übung, Nando machte sich auf dem Weg zum Mark, der Wind blies aber den Hang hinunter, und da er zwischen Mark und Blind geriet, steuerte er auf das Blind zu (beinahe), ich konnte ihn aber stoppen und er brachte dann das Mark und ich konnte ihn auch auf das Blind schicken - er ging zwar etwas langsam, fand es aber tadelos und eiste es aus dem Gestrüpp frei. "Easy-Peasy" wie Bob Stobbart meinte.
Nando erreichte 15 von 20 Punkten

Kefermarkt hat uns wieder deutlich gezeigt, dass wir es ja können - es aber leider an Kleinigkeiten fehlt. Die Aufgaben waren durch die Blinds sehr anspruchsvoll - soviel Handling können wir noch nicht und man konnte im Vertrauen schon einiges Einbüßen, wenn man nicht erkannte ob der Hund einem noch glaubte. Nach dem Workingtest hat mir jemand gesagt, "nur wer aufgibt, verliert wirklich" - daran werde ich mich halten.