~ Workingtest Laxenburg, 13. August 2006 ~

Tja, es scheint verhext. Drei Aufgaben wunderschön gearbeitet, eine verpatzt: Fazit - wir machen weiter!
Unsere Reihenfolge: 4 - 1 - 2 - 3

~ Aufgabenbeschreibung der Klasse L ~

Station 1, Gordon Hay (GB):
Ein Wassermark in stehendes Gewässer mit Schuss. Man stand in etwa 15 Meter von der Wasserkante. Das Gelände fiel leicht ab, man konnte den Hund beim Wassereinstieg nicht sehen, und das Ufer war auch mit ein paar Sträuchern verwachsen, sodass wenig Sicht auf's Wasser war. Der Einstieg war steil.
Nando erreichte 20 v. 20 Punkten

Station 2, Rita Kökeny (H):
Ein zweier Walk-up auf einer kurzen Wiese. Mit einem Geräusch fällt in etwa 50-60 Meter Entfernung links voraus eine Markierung. Der linke Hund wird zum Apport geschickt. Sobald er das Dummy hat, fällt ein weiteres Mark, nach rechts, in niedrigen Bewuchs (es war ziemlich hohes Gras) und über einen kleinen Weg. Dann wird noch Platz getauscht und in umgekehrter Reihenfolge gearbeitet.
Nando erreichte 19 v. 20 Punkten

Station 3, Dorothy Walls-Duffin (GB):
Eine etwa 3 Meter breite Baumgasse. Die Wiese am Boden ist lang aber irgendwie welk. Rechts fließt der Laxenburg Kanal, ist aber durch Bäume verdeckt. In etwa 50 Meter Entfehrnung fällt mit Schuss eine Markierung. Diese soll vom Hund gearbeitet werden, sobald er das Dummy hat und am Rückweg ist, fällt ein zweiter Schuss und ein weiteres Mark, ein Stück weiter die Gasse runter, als optische Barriere ist da noch ein Mini Strauch und ein Baum. Dieses Dummy sollte vom Hund als Blind gearbeitet werden wenn er es nicht markiert hatte.
Nando erreichte 0 v. 20 Punkten

Station 4, Jennifer Hay (GB):
Ein einfaches Mark mit Schuss fällt auf eine Wiese (nieder, aber so hoch, dass es aus Entfehrnung nicht zu sehen ist) vor eine Hecke, etwa 40 Meter. Wenn der Hund zurück kommt, legt ein Helfer schnell ein Dummy aus auf in etwa die gleiche Stelle. Hat der Hund das erste Dummy abgegeben und ist wieder hübsch eingeparkt und bereit, fällt noch ein Schuss. Dann sollte der Hund auf das "Blind" geschickt werden.
Nando erreichte 19 v. 20 Punkten

Im ganzen muss ich sagen - das Wetter war wieder sehr grauenhaft - aber sonst war es ganz schön. Die Richter waren alle auffallend nett, besonders Jennifer Hay. Sie begrüßte einen sogar mit Handschlag wenn man zur Aufgabe ging. Nando war der erste Hund, der bei ihr arbeitete, und sie meinte "Well let's see how this works out" bevor wir begannen und als Nando mit dem ersten Dummy zurück "flog" murmelte sie "Well he [der Helfer war gemeint] better be quick - your dog is fast." Außerdem hat sie Nando auch gelobt als er zurück kam mit dem zweiten Dummy und fertig war. Sie war mir durch und durch sympathisch.

Die Wasserstation verlief für uns gut - Nando ging ins Wasser trotz steilen Einstieg - ich bin so froh! "Gotta cut the talking that dog is perfect" meinte Gordon Hay zu mir, weil ich Nando lobte beim hereinkommen. Dann war ich nochmal stolzer :-)

Station 2 waren die erste Verleitungen die Nando in seinen Leben gesehen hat - und es klappte trotzdem. Als unser Partner, ein Field Trial Lab, das erste Mark hatte, lief er einen ziemlichen Bogen zum zweiten Dummy, und kam dann am Rückweg so knapp an uns vorbei, Nando bekam aber einen schön langen Hals... aber er blieb sitzen...!

Station 3 hat uns leider das Genick gebrochen... Nando hat schon das erste Mark nicht gesehen, er hat Richtung Wasser geschaut und konnte den Schuss nicht einordnen. Hier habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe ihn nicht aufmerksam genug gemacht und nicht gut genug konzentriert. Er arbeitete also bereits das erste Dummy als "Blind" (und ich bin stolz, dass er überhaupt hinaus lief) - aber er drehte sich nur minimal um als der zweite Schuss fiel und sah das zweite Mark auch nicht - nur ihn über eine Mark-Stelle schicken habe ich so noch nicht gemacht. Er ging nocheinmal wunderbar hinaus und suchte, fand aber nicht. Ich denke ich habe den Zeitpunkt verpasst - vielleicht hätte ich ihn da weiter hinaus schicken müssen/können - aber ich weiß nicht, ob er sich das hätte lassen, ich glaube fast, soweit sind wir noch nicht. Dann war er jedenfalls nicht mehr hinaus zu bekommen - er war der Überzeugung da war er schon und da ist kein Dummy mehr... Pech, aber nicht zu ändern. Ich glaube auch nicht, dass es für Nando einen Unterschied gemacht hätte, wenn er das erste Mark gesehen hätte. Ich glaube unsere einzige Chance dies zu schaffen wäre gewesen wenn es zwei Marks gewesen wären - oder einfach nur unverschämtes Glück.

Trotzdem kann ich mich nicht beschweren. Er ist ins Wasser gegangen, er hat das erste Mal und tadellos eine Verleitung gearbeitet und ein wunderschönes Blind bei Station 3 :-)