~ Workingtest Maria Schmolln, 9. Juni 2007 ~

Wir sind weiterhin verhext. Drei Aufgaben sehr gut gearbeitet - eine natürlich wieder mit Null :-)
Unsere Reihenfolge: 1 - 2 - 3 - 4

~ Aufgabenbeschreibung der Klasse L ~

Station 1: Gwen Knox (GB)
Ein Standtreiben mit zwei Gespannen im Wald. Man stand nebeneinander in einem Nadelwald. Jedes Gespann bekam eine Seite des Waldes zugewiesen, wobei ein schmaler Pfad sich durch die Mitte schlängelte, der die Grenze des eigenen Gebietes markierte. Das jeweilige Suchengebiet erstreckte sich auf ca. 30 x 15m
Die Hunde wurden abgeleint geführt. Man stand während des Treibens am unteren Teil des Gebietes, welches leicht anstieg, während auf beiden Seiten die Helfer ein Treiben mit Schüssen und Rufen veranstalteten (je drei Dummies flogen pro Seite). Nach dem Treiben sollte man mit seinem Hund durch das zugewiesene Gebiet laufen und eine Nachsuche machen. Parallel dazu lief das andere Gespann durch sein Suchengebiet.

Das letzte und weiteste Dummy hatte Nando gemarkt und holte es sofort. Die anderen beiden hatte ich gesehen und konnte Nando sehr gut in die Richtung schicken. Wir zeigten zu wenig "Suchenstil"...
Nando erreichte daher "nur" 10 von 20 Punkten

Station 2: Gilly Nichols (GB)
Eine Markierung und ein Blind - ein sogenanntes "Marked Retrieve". Man stand am Rande eines Weges und blickte auf eine leicht abschüssige Wiese hinunter. In ca. 70m Entfernung stand an der linken Seite am Waldrand ein Schütze. Die Markierung flog auf die etwa kniehohe Wiese. Auf Freigabe wurde der Hund geschickt. Auf dem Rückweg warf der Schütze ein weiteres Dummy in ungefähr das gleiche Areal der ersten Markierung ohne Schuss. Auf dieses mußte der Hund dann eingewiesen werden. Tücke: durch das abschüssige Gelände und die hohe Wiese war die Tiefe der Markierung schwer abschätzbar. Man durfte in keinem Fall den Hund zu weit laufen lassen, da er sonst außerhalb des Windes gewesen wäre.

Nando beschloss dass Weglaufen mit Dummy schöner ist als herkommen - mit dem ersten konnte ich ihn noch zurück holen, mit dem zweiten leider nicht mehr... daher unser Aus.
Nando erreichte 0 von 20 Punkten

Station 3: Tony Brazier (GB)
Man stand am Rande eines Teiches auf einer kleinen Anhöhe. Rechts am Seeufer stand in ca. 20m Entfernung ein Schütze. In der Mitte des Teiches war eine kleine Insel mit einer Birke und sehr hohen Gebüsch.
Der Schütze warf nach Schußabgabe das Dummy auf die Insel. Nach Freigabe durfte der Hund geschickt werden. Schwimmstrecke in etwa 10m. Knackpunkt: eigentlich keiner, außer dass die Fallstelle nicht richtig sichtbar war durch das hohe Gestrüpp auf der Insel.

Nando ging ins Wasser, fand das Dummy sehr schnell und kam wieder zurück - alles ohne Probleme.
Nando erreichte 18 von 20 Punkten

   

Station 4: Mike Knox (GB)
Man stand auf einer beinahe hüfthohen Wiese. Links war Wald, dort saß ein Schütze in ca. 40m Entfernung, rechts wurde die Wiese durch eine hohe Baumreihe begrenzt, dahinter lag ein Weg und dann ging es steil in eine gerodete Waldschonung hoch. Oben in der Schonung in ca. 70-80m Entfernung stand ein weiterer Schütze.
Die Waldmarkierung flog zuerst, wobei diese in die Richtung des gespannes geworfen wurde und nach dem ersten Aufprall teilweise noch einige Meter den Berg runterkullerte. Nach 5 Sekunden flog bereits die Wiesenmarkierung in direkt gerader Linie zum Gespann. Distanz ca. 70m. Die Wiesenmarkierung wurde zuerst gearbeitet. Die Distanz war groß und man mußte den Hund bereits nach der ersten Markierung so gut ausgerichtet haben, dass man ihn sofort schicken konnte, da er ansonsten Probleme mit der Tiefe auf der Wiese bekam. War er einmal über die Markierung hinweg bekam er keinen Wind mehr und man mußte den Hund händeln, was eigentlich nicht gefragt war. Die zweite Markierung im Wald war sehr schwer, da die Distanz groß war und viele Hunde Probleme mit dem steilen Gelände hatten. Die meisten Hunde mußten hier gehändelt werden.

Nando überlief das Wiesenmark um einiges, aber aufgrund der Höhe der Wiese war Handling fast ausgeschlossen. Ich konnte ihn nur Hereinpfeifen und vorsichtig suchen lassen, die genaue Tiefe des Marks konnte auch ich selbst nicht abschätzen. Nando suchte sehr, sehr lange - aber ausdauernd und fand das Dummy schließlich. Das zweite Dummy ging dann etwas besser - er lief knapp vorbei, ich stoppte ihn und deutete ihm die Richtung - er hatte es auch sofort.
Nando erreichte 14 von 20 Punkten

Im Großen und Ganzen war ich mit Nando an diesem Tag total zufrieden, die Aufgaben waren sehr tough - er hat außerdem mit viel Freude gearbeitet und kann sich mittlerweile zwischen Aufgaben schön entspannen. Ich freue mich schon auf den nächsten Workingtest...